27.04

 → 

15.06 2024

Roberta

Folliero

Un Souvenir

«Valser» (2020) / Spazio In Situ, Rome (I)

Mit «Un Souvenir», unternimmt Roberta Folliero eine einfache, aber eindringliche Geste, um sich den Raum/die Skulptur von Pierre Vadi anzueignen. Im Herzen des LEMME inszeniert die Künstlerin eine fesselnde Darstellung der Natur, die sich in diesem umgrenzten Raum entfesselt. Geschickt manipuliert sie alltägliche Gegenstände und bietet ein hypnotisches Schauspiel, das zwischen Chaos und Wiederholung oszilliert und sofort die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zieht.

Einfache und gewöhnliche Ventilatoren erwachen zum Leben, indem sie Styroporflocken in einem wirbelnden Tanz versprühen, der an den Ausbruch eines mechanisierten Schneesturms erinnert. Diese visuell beeindruckende Inszenierung lädt dazu ein, ein faszinierendes Schauspiel zu betrachten, bei dem die Natur in ihrer ganzen Pracht in Erscheinung tritt. Durch diese automatisierte Performance fordert uns die Künstlerin auf, über unsere Beziehung zur natürlichen Umgebung um uns herum nachzudenken.

Indem sie das LEMME in eine Art Schneekugel verwandelt, hinterfragt Roberta Folliero den einzigartigen Status dieses Raumes. Durch ihre Umkehrung drängt sie uns dazu, subtil über universelle Konzepte wie Zeit und Erinnerung nachzudenken. Diese einfache, aber effektive künstlerische Geste lädt zu einer introspektiven Reflexion über unsere persönliche Verbindung zur Natur und unsere eigene Geschichte ein und bietet ein immersives und meditatives Kunsterlebnis.

BIO

Roberta Folliero wurde 1993 in Rom geboren. Im Jahr 2022 zog sie in die Schweiz, während sie weiterhin aktiv in Italien tätig ist. Ihren künstlerischen Werdegang begann sie im Jahr 2021, als sie sich für das dreijährige Studium der Malerei an der RUFA (Rome University of Fine Art) einschrieb. Im Jahr 2016 gründete sie zusammen mit fünf anderen Künstlern Spazio In Situ, einen Künstlerbetrieb, der sich am Stadtrand von Rom befindet. Im Jahr 2018 schloss sie ihr Masterstudium in Kunstgrafik an der RUFA ab.Ihre Sicht auf die zeitgenössische Gesellschaft, die von subtiler Melancholie durchdrungen ist, zeigt sich in der Verwendung alltäglicher Gegenstände, die eine universelle Intimität offenbaren. Ihr Schaffen konzentriert sich auf die Konzeption von Erinnerungen, die Verbindungen mit gemeinsamen Bildern und Empfindungen herstellen. Ihre Werke verkörpern das Leben, das wir führen oder hätten führen können, und verwandeln die Hektik der Gegenwart in eine erstarrte Erinnerung. Durch ihre 

Mit Unterstützung von:

Lemme ist ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst in Sitten (VS) und eine Skulptur des Künstlers Pierre Vadi. Lemme befindet sich im Park des Kulturzentrums Les Arsenaux und ist jederzeit frei zugänglich.